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Foto: Julie Ricard/Unsplash

Integration & Flucht

Die EU hat den Friedensnobelpreis bekommen. Was aktuell an den europäischen Außengrenzen passiert, wird dieser Verantwortung jedoch nicht gerecht. Moria ist unser lebendiges schlechtes Gewissen.

Kein Mensch flieht freiwillig. Hungersnöte, Klimakatastrophen oder (Bürger-)Kriege, all das sind Gründe, warum Menschen ihr Zuhause verlassen und in eine ungewisse Zukunft aufbrechen. Gemeinsam mit allen weltoffenen Kräften in der Gesellschaft, von den Kirchen bis zu lokalen Initiativen, müssen wir geflüchtete Menschen aufnehmen, willkommen heißen und zu Akteur*innen in unserer Gesellschaft machen. Nur durch Gemeinschaft kann Zusammenhalt entstehen.

Viele Berliner*innen sind schon aktiv geworden. Unzählige Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen übernehmen Verantwortung, geben Sprachkurse, begleiten Geflüchtete zu Ämtern, dolmetschen oder haben Kleidung gespendet. Dieses Engagement ist unser Antrieb. Berlin ist Teil des Netzwerkes Solidarity City und hat sich als Land ausdrücklich bereit erklärt mehr Menschen aufzunehmen.

Gute Integrationspolitik bedeutet aber auch, die Menschen schnell in eigenen Wohnungen unterzubringen, sie psychologisch zu versorgen und in einen Beruf zu integrieren. Nach wie vor gibt zu viele Hürden, und zu viele verpasste Chancen. Ausländische Abschlüsse müssen zügiger anerkannt werden, damit Menschen nicht bei Null anfangen. Aber auch Menschen ohne Abschlüsse bringen Kompetenzen mit, die systematisch zu erfassen sind.

„Meine Botschaft an Horst Seehofer: Das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern auf Kosten der Geflüchteten aus Moria muss aufhören. Berlin ist bereit Menschen aufzunehmen – beenden Sie Ihre Blockadehaltung!“

Was mich noch bewegt

Foto: Portra/E+/Getty Images

Für ein Berlin mit guter Bildung und gerechten Chancen!