taz, 1.12.2019: Wohnraum für Geflüchtete

1.12.2019 taz (Susanne Mermania): Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg fordert vom Senat, statt Flüchtlingsheimen Sozialwohnungen zu bauen. Doch der sieht sich weiter im Krisenmodus.

Die Begründung der Integrationsverwaltung, warum man weiterhin auf die MUFs angewiesen sei, ist, dass es nicht genügend bezahlbaren Wohnraum gebe. Die Gesamtzahl der 2019/20 geförderten mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen belaufe sich laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf gerade einmal 8.500, so die Zielmarke.

Bettina Jarasch, Sprecherin der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus für Integration und Flucht, plädiert aber dafür, dass der Senat, wo möglich, aufs Sonderbaurecht für Flüchtlingsunterkünfte verzichten soll. „Die Zeit der Notlösungen ist vorbei“, sagt sie der taz. „Das Sonderbaurecht verhindere gemischtes Wohnen von Geflüchteten und Nichtgeflüchteten, was deren Ankommen erschwere. Das Beispiel Ratiborstraße zeige, dass es auch anders gehen könnte: Bezirksbaustadtrat Florian Schmidt (Grüne) hat dem Senat inzwischen sieben Standorte für gemischte Wohnprojekte angeboten.“ So wird gefördet, dass geflüchtete und alteingesessene Berliner*innen von Anfang an zusammen leben können.

Den Artikel in der taz finden Sie hier.

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