Spandau braucht eine andere Mobilität

Barrierefreiheit, überfüllte und verspätete Busse und Regionalbahnen, Stauprobleme allerorten, eine bessere Anbindung des Spandauer Südens an den ÖPNV, mehr Radabstellmöglichkeiten und bessere Radwege, die verkehrstechnische Erschließung der Neubauquartiere Wasserstadt und Gartenfeld, aber auch des Falkenhagener Felds: Es gibt viele drängende Verkehrsprobleme in Spandau, und dementsprechend intensiv und breit gefächert war die Debatte gestern im Bürgersaal im Rathaus: Über 70 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um mit der Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther zu diskutieren.„Wir werden politisch Druck machen müssen für Straßenbahntrassen in Spandau, mit einem eigenen Betriebshof“, erklärte die grüne Direktkandidatin Bettina  Jarasch, die die Senatorin eingeladen hatte, im Anschluss an die Veranstaltung. „Es ist gut, dass die Koalition das Straßenbahnnetz ausbauen will, aber die Spandauer können nicht warten, bis die Tramlinien aus Berlin so weit nach Westen verlängert werden, dass auch Spandau endlich profitiert.“Regine Günther war nicht mit leeren Händen nach Spandau gekommen: Für die überlasteten Busstrecken im Zentrum Spandaus kündigte sie Großraumbusse an, die kurzfristig Entlastung schaffen könnten. Radabstellmöglichkeiten soll es bald mehr geben, die U-Bahnhöfe Zitadelle und Siemensstadt werden noch in diesem Jahr barrierefrei, auch für barrierefreie Bushaltestellen ist Geld im Haushalt eingestellt. Für die ÖPNV-Erschließung des Gartenfeldes und der Wasserstadt Spandau sagte sie Beteiligungsmöglichkeiten zu. Einer Verlängerung der U-Bahn erteilte sie eine klare Absage – aber sie bestätigte, dass Straßenbahnen im Fokus stehen werden bei allen Planungen für ein mobileres Spandau.

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