Rangierbahnhof: Bündnisgrüne Pankow wollen mehr Wohnungen und keine Shopping-Mall

Pressemitteilung des Kreisverbands Bündnis 90/Die Grünen Pankow und der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow vom 15. Februar 2018

Weil die Verhandlungen zwischen Bezirk, Senat und Eigentümer auch nach fast zehn Jahren kein Ende gefunden haben, hat der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Pankow am vergangenen Dienstag, 13. Februar, in seiner Mitgliederversammlung seine Prioritäten für das Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes Pankow bekräftigt. Wir wollen deutlich mehr Wohnraum als die bisher geplanten 1000 bis 1500 Wohnungen auf dem Gelände und vor allem ein lebendiges, offenes Quartier statt einer geschlossenen Shopping-Mall. Einzelhandel und Gewerbebetriebe sollen stattdessen in die Wohnbebauung integriert werden. Mit der Schaffung von Frei- und Grünflächen, sozialer Infrastruktur wie Schulen, Kitas und eines Bildungsrathauses soll sich die Fläche zu einem sozialen, ökologischen und lebendigen Quartier entwickeln. Um diesen Zielen näher zu kommen, muss der Flächennutzungsplan geändert und endlich ein Bebauungsplan für die Fläche aufgestellt werden.

Zum Beschluss erklärt Dr. Cordelia Koch, Fraktionsvorsitzende: „Ziel ist ein lebenswertes, lebendiges, soziales und ökologisches Quartier, welches schon jetzt mit dem vorhandenen ÖPNV hervorragend angeschlossen ist. Eine Shopping Mall ist dagegen vor allem nachts ein totes Gebäude, welches ein Quartier nicht lebendig macht. Sollten die jetzigen Verhandlungen zwischen Bezirk, Land Berlin und dem Investor wieder zu keiner Einigung führen, dann muss auch darüber nachgedacht werden, die Fläche von dem Eigentümer anzukaufen, damit es auf dem Gelände endlich im Sinne Berlins vorangeht.“

Zum Beschluss erklärt Constanze Siedenburg, Kreisvorsitzende: „Die Entwicklung des Geländes sollte in erster Linie die gesamtstädtischen Interessen verwirklichen und nicht nur die des Eigentümers. Berlin und Pankow brauchen vor allen Dingen Wohnungen und Schulen! 3000 Wohnungen könnten auf der Fläche nach Berechnungen des Berliner Senates entstehen. Mindestens ein Drittel der Wohnungen muss zu sozialverträglichen Mieten von anfänglich maximal 6,50€ pro Quadratmeter angeboten werden.“

Den vollständigen Beschluss finden Sie hier.

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